Saisonausfahrt 09.08.2020

Am letzten, sehr heißen Ferientag in Berlin-Brandenburg trafen wir uns zur diesjährigen Ausfahrt. Das Starterfeld waren bekannte und neue Gesichter und nicht nur mit dem Fabrikat Mercedes.  Die Tour führte von Ribbeck durch das Havelland über Stölln nach Kuhlhausen bei Havelberg. Wir erstellten wie im letzten Jahr wieder ein Roadbook und schickten die Teilnehmer auf die Orientierungsfahrt.

Ich fuhr mit Hubert voraus um die Strecke zu kontrollieren und die Wertungsprüfung vorzubereiten.

Da passierte es! Ich fuhr über irgend etwas rüber und der Reifen hinten links riss auf. Na toll, mit dem Streß im Nacken, dass die ersten Teilnehmer gleich auftauchen, schnell mal einen Reifen wechseln. Das gute Stück ist von der Erstauslieferung von 1993 erhalten geblieben, kontolliert im letzten Jahr und für gut befunden. Kurz vor dem Fertigstellung des Radwechsels kamen auch schon die ersten Teilnehmer auf mich zu. Ich bat darum, dass Sie mir einen Vorsprung lassen.

Nach wenigen Kilometern trat ein neues Hindernis auf. Ein großer Ast einer Eiche ist abgebrochen und versperrte den Weg. Zuerst war ich mir nicht sicher ob ich mich nicht verfahren habe. Ein kurzes Telefonat mit Herr Zweikommadrei sollte die restlichen Teilnehmer umleiten und die Sonderprüfung verlegen ins Ziel.

 

Nach einer Weile schlossen die Teilnehmer zu mir auf, wir berieten uns. Währenddessen kam von der anderen Seite ein Ehepaar mit ihrem SUV, sie wollten auch die Stelle passieren. Wir organisierten uns und gemeinsam schoben und zogen und drehten wir diesen riesigen Ast auf die Seite. Ich war am Ende meiner Kräfte, als ich wieder die Führung übernahm und losfuhr. Ich stellte fest, dass mein Navi den Dienst quittiert hatte. Mir fiel in dieser Hitze nicht mal der Name des Zwischenziels ein, daß wir ansteuern wollten. Zum Glück gibt es ja den Compagnon, ein rettendes Telefonat brachte mich auf Kurs.

Am Zwischenziel Stölln “Lady Agnes” angekommen, bereitete ich die Sonderprüfung vor. Es ging um lustiges Teileraten aus der Automobilen Welt. Es gab weitere Aufgaben zu lösen, z.B.  eine grüne Hauswand in einem bestimmten Ort finden, eine Bushaltestelle und die Farbe einer 15A Stecksicherung angeben.

Das Ziel lag im Ort Kuhlhausen an einem Karpfenteich. Eingerahmt von schattenspendenden Weiden ließ es sich dort gut aushalten. Wir kürten den Sieger, dieses mal  Der Sternenkreuzer, dann ging es zum gemütlichen Teil über. Alle hatten Utensilien für Picknick mitgebracht und das obligatorische Haubentauchen durfte auch nicht fehlen.

Vielen Dank an alle Teilnehmer, wenn ihr Spaß hattet, dann hat sich der Aufwand gelohnt, bleibt gesund bis zum nächsten Mal!

Ausschreibung Saisonausfahrt 09.08.2020

Die Corona-Zeit hat in diesem Jahr den Saisonauftakt unmöglich gemacht, aber nun ist es soweit. Das zweikommadrei-Netzwerk ruft zur Ausfahrt!

Eckdaten:

  • Leicht zu meisternde Orientierungsfahrt per Roadbook, ACHTUNG: Wir fahren durch landschaftlich reizvolle Nebenstrecken, Fahrzeuge mit weniger als 15cm Bodenfreiheit verlangen besondere fahrerische Herausforderungen!
  • Wir treffen uns am 09.08.2020 um 10:00 am Birnbaum zu Ribbeck am großen Parkplatz mit einer kurzen, knackigen Vorstellungsrunde, der Verteilung der Roadbooks und einer kleinen Erläuterung, wie ein Roadbook zu lesen ist.
  • Ein Beifahrer ist eine naheliegende Bereicherung. Wer keinen Beifahrer hat: Rudelbildung ist ausdrücklich erlaubt bzw. wird vor Ort organisiert 🙂
  • Eine GPS Tripmaster App auf dem Smartphone ist daher sinnvoll, Kilometerzähler im Tacho tut es aber auch
  • Entlang der Strecke gibt es wenige, kleine Aufgaben zu lösen
  • Die Strecke wird NICHT nach Zeit gefahren!
  • Abschluss ist aufgrund der Corona Zeit ein Picknick auf einem Parkplatz in der Nähe von Havelberg, jeder bringt sich was zu Essen selbst mit bzw. Utensilien wie Stuhl. Haubentauchen ist Pflicht! 🙂
  • Es wird kein Nenngeld erhoben
  • Spass steht an vorderster Stelle 🙂

Rechtlicher Hinweis: Es handelt sich um ein rein privates Treffen und keine angemeldete Veranstaltung (Ausfahrt gemäß Abs. 2 zu Par. 29 StVO), jeder Fahrzeugführer ist selbst verantwortlich. Es wird nach StVO gefahren! Es gibt keine Startgebühren oder eine Streckenführung/Organisation. Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko!

Belehrung zum Corona Infektionsschutzgesetz:

Ich wurde für die Ausfahrt am xx.xx.2020 belehrt, dass ich:

– einen Mindestabstand von 1,5m zu wahren habe
– bei Krankheitssymptomen zu Hause bleibe
– die Registrierungspflicht beachte
– die vorgegebene Händehygiene einhalte
– die Nies- und Hustenetikette wahre
– die Kontaktbeschränkungen beachte
– auf Umarmungen und Händeschütteln verzichte
– wo es vorgeschrieben ist, eine Mund-Nasen-Bedeckung trage
– bei Kontakt zu Erkrankten oder Krankheitsanzeichen auf eine Teilnahme verzichte

Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich in den Pandemieplan eingewiesen worden bin und mir die Gefährdungsbeurteilung sowie das Hygienekonzept bezüglich des SARS -CoV2- umfassend dargelegt wurde. Ich bestätige, dass ich wie angegeben unterrichtet wurde. Die Corona-Verhaltensregeln wurden mir ausgehändigt. Ich habe die Corona-Hygiene-Regeln verstanden und werde diese einhalten.

Vorname:
Nachname:
Adresse:

Datum:

Unterschrift:

2. Motorinstandsetzung M102

Nach der ersten, gescheiterten Instandsetzung des M102 mit Pleuellagerschaden wurde der Motor zur  Firma VÄTH gebracht und dort erneut vollständig überholt. Der Motor wurde in kürzester Zeit (ca. 3 Wochen) überholt. Das Ergebnis sah dann schon mal sehr schön und professionell aus:

So wurde der Motor dank des heldenhaften Einsatzes von Andreas Wagner und Robert Rutkowski bereits im Februar zum Einbau wieder zu Mercedes Heinz Hammer nach Berlin gebracht. Dort dauerte es Corona-bedingt bis Ende April, bis alles wieder zusammengesetzt war. Zur Überraschung aller hörte sich dann der Motor so an:

Wenn ich kein Bild gesehen hätte, hätte ich auf einen 240D getippt. Die Ursachenforschung gestaltete sich dann etwas schwieriger. Schließlich wurde das Fahrzeug von Firma VÄTH zur Ursachenforschung abgeholt. Dank aufmerksamer Instagramer fällt so ein Auto natürlich auf, danke an Omar! 🙂

Die Analyse des Klangbildes war dann doch recht ernüchternd. Der Kopf wurde ja zuvor schon geplant, dann wurde der Kopf bei der zweiten Revision erneut geplant und der Block wurde auch geplant, so dass nun die Ventile auf die Kolben leicht aufschlugen. Eine dickere Zylinderkopfdichtung sorgte dann für die Lösung!

Und dann wurde die Abholung zu Ende Juni vereinbart, so dass der neue Motor seine Feuerprobe auf der Strecke Aschaffenburg -> Berlin bestehen mußte. Vor Ort wurden letzte Kleinigkeiten geprüft, anschließend erklärte sich Robert wiederum bereit, mit dem “Safety-Begleitfahrzeug für alle Fälle” die Reise anzutreten.

Zwischenstand: Nach nunmehr rund 800km bislang keine Probleme. Hoffentlich bleibt das nun so. Aber da warten wir mal ab! Mein persönlicher Dank gilt Mercedes Benz Heinz Hammer für die kulante und serviceorientierte Abwicklung und Firma VÄTH für die schnelle und professionelle Bearbeitung.

Tag am Ring

Ein Teil von Zweikommadrei.de ist dem Zweirad zugetan. Auf der Tour im Herbst unter schlechten Bedingungen reifte der Entschluß, daß Kurven fahren zu verbessern und sensibler für den Grip der Reifen zu werden.

Am Jahresanfang buchte ich für den 25.05.2020 einen STC-Lizenzkurs . Um in Zukunft auf den Kurs “frei fahren” zu können, muss man die Lizenz erwerben. Man erhält eine Sicherheitsunterweisung damit sichert sich der Veranstalter ab, daß die Teilnehmer den gleichen Wissensstand haben.

Durch die Corona Pandemie stand bis Mitte Mai nicht fest ob der Kurs durchgeführt werden kann, dann kam einige Tage zuvor die positive Email, der Kurs findet statt.

Auf der Herbsttour stellte sich heraus, das meine Reifen am Ende ihres daseins angelangt sind. Auf trockner Straße war alles in Ordnung, auf nasser Fahrbahn ging es mit driften los. Ich behalf mich den Luftdruck zu senken, das der Reifen mehr walkt und so auf Temperatur kommt. Das man so nicht weiterfahren kann, liegt auf der Hand. So bestellte ich im April die neuen Reifen und ließ diese aufziehen. Damit das Naked Bike auf der Rennstrecke etwas mehr hermacht, baute ich die Originale Speedsterscheibe an. Dabei stellte ich fest, daß 19 Jahre an der BMW nicht spurlos vorbei gegangen sind. Die Isolierungen der Kabelbäume an der Gabelbrücke haben sich aufgelöst. Ich durfte die Kabelbäume neu isolieren und fixieren.

Am Montag den 25.05. 2020 war es nun soweit, daß Wetter war kalt und Wolken verhangen. Die Hintour ging Trocken vonstatten. Die Teilnehmer des Kurses waren eine sehr bunte Mischung von der Amazone bis zum Hobbyracer war alles vertreten. Nach der Sicherheitsunterweisung ging es auf den Track hinter dem Instruktor. Die Fahrt war auf Sicherheit ausgelegt, es zeigte sich aber, wer Spaß hat. Ein Teilnehmer quittierte den Kurs nach dem 2. turn. Wir fuhren in verschiedenen Reihenfolgen mit Pausen und Erklärungen. Der Abschluß war, jeder Teilnehmer fährt einmal vor dem Instruktor. Gegen 14Uhr war es geschafft und wir erhielten die Lizenz. Das Wetter verschlechterte sich zusehends und ich trat die Heimfahrt an, die schön nass wurde.

Fazit: Es hat Spaß gemacht, die neuen Reifen haben sich bewährt im trocknen wie im nassen, ich werde neue Reifen auf jeden Fall in Zukunft immer auf den Track anfahren.

Ich habe Euch noch ein Video bei Youtube heraus gesucht, daß ihr einen Eindruck des Kurses bekommt.

(Werbung unbezahlt, den Kurs habe ich selbst finanziert)

Oberklasse der 90er Jahre am TXL

Es begab sich zu einer Zeit, in der in Deutschland ein Lockdown verhängt wurde und daraufhin der Flugverkehr zum Erliegen kam. Unter anderem am Berliner Flughafen TXL. Dieser wird am 15.06.2020 vorrübergehend geschlossen, man munkelt, der TXL wird durch die Eröffnung des BER  im Oktober nie wieder öffnen.

Folglich eine Gelegenheit, die Kulisse des Flughafens für die Inszensierung der Fahrzeugoberklasse der 90er Jahre  und für eine ausgiebige Erörterung zu nutzen.

Das Teilnehmerfeld in Leasing silber:

BMW 740i Audi S8 Mercedes S500
Höchstgeschwindigkeit 270* 280* 250
Hubraum 4,4l 4,2l 5.0l
Leistung 286 PS 360 PS 320 PS
Gewicht 1,9t 1,8t 2,2t
0-100 km/h 6,6s 5,5s 7,1s

Das Design von Audi und BMW spiegelt durch die abgeflachte Haube deutlich den sportlichen Anspruch, der Mercedes kommt wie eine Burg daher. Das Wohnzimmer im inneren ist mit Velour ausgekleidet. Die serienmäßige Ballonbereifung verstärkt den Wunsch nach Gleiten statt Heizen. Ganz anders BMW und Audi: Der Audi sehr direkt mit dem Gefühl, man müsse sofort um Pilone zirkeln. Der BMW ebenfalls direkt und dem Anspruch, die linke Spur zu dominieren.

Frustrationstoleranz

Nachdem sich also der revidierte Motor bereits nach 800km mit Pleuellagerschaden verabschiedet hat, ging es seit Oktober darum, gemeinsam mit Werkstatt und Mercedes-Benz (als Ersatzteillieferant) eine Lösung zu finden.

Zunächst wurde ein Tauschaggregat favorisiert, jedoch wieder verworfen, da sich kein geeigneter Spendermotor fand. Letzlich wurde das Angebot der Firma Väth aus Hösbach in Aschaffenburg gewählt, die den Motor erneut zerlegen, vermessen und instandsetzen wird. Hier sind insbesondere die Kurbelwelle, die Hauptlager und die Pleuellager betroffen.

Aufgrund der Befürchtung, dass beim Transport etwas kaputt gehen könnte, wurde der Rumpfmotor des M102 mit Hilfe von Robert in seinen S205 verfrachtet und persönlich angeliefert.

Die Anlieferung an einem Samstag war seitens Firma Väth inklusive der Hofhunde ausserordentlich zuvorkommend: Wir kamen in den Genuß einer persönlichen Führung durch Herrn Väth Senior. Es war für uns beide absolut beeindruckend, was hier für ein technisches Wissen und Können vorhanden ist.

Nach Übernachtung in Lohr am Main und gut ausgebauten Strassen durch den landschaftlich reizvollen Spessart ging es wieder zurück nach Berlin, diesmal durch den mit 7,8km längsten Autobahntunnel Deutschlands, den Rennsteigtunnel.

Ein Wort noch zum W205 Mopf als 220d: Die 1200km waren sehr entspannt zu fahren. Eine straffe, aber nicht unkomfortable Abstimmung, das auch in Grenzbereichen stabile Fahrverhalten und der durchzugsstarke Motor sorgten für die Bestätigung, warum dieses Fahrzeug bei den Firmenwagen nach dem VW Passat den 2. Platz belegt (Quelle Firmenauto).

Im März geht es hier weiter mit der Abholung und Einbau des Motors 🙂

Motorworld Classics Berlin 2019

Die Motorworld Classics in Berlin findet dieses Jahr verspätet statt. Das hat Auswirkungen auf das gesamte Programm. Der Boulevard des Sehen und Gesehen werden im Sommergarten bleibt aus, der Sommergarten ist geschlossen. Viele Teilnehmer reisen mit dem Dailydriver an, das Old -oder Youngtimer Schätzchen ist schon im Winterschlaf. Die Austellungsfläche für die Autos ist stark verkleinert, ich habe 3 Hallen gezählt. Die anderen Hallen werden dieses Jahr mit der Boot und Fun  Messe geteilt die 2/3 der Ausstellungsfläche ausmacht.

Restaurationsbetriebe aus Polen sind dieses Jahr stark vertreten. Diese bieten Fahrzeuge im Hochpreissegment an, die augestellten Fahrzeuge sind Qualitativ auf sehr hohen Level.

 

In Anbetracht der verringerten Austellungsfläche wurden sogar einige Clubs nicht eingeladen, das dürfte dem Event einiges an Prestige kosten. In der Vergangenheit waren die Motorworld Classics herausragend, das ist diese Jahr nicht der Fall. Ein nettes Treffen der Berliner Szene ist es aber allemal.

 

Autostadt

zweikommadrei.de ist ja markenoffen. So besuchten wir am 16.11 die Freunde von Volkswagen: Die Autostadt in Wolfsburg. Für die Anfahrt entschieden wir uns für die Deutsche Bahn, die in nur 50 Minuten zwischen Berlin-Spandau und Wolfsburg verkehrt. Diesmal das Fazit vorab: Die Autostadt lohnt sich auf jeden Fall!

Architektur

Die zur EXPO 2000 in Hannover eröffnete Autostadt vereinigt auf rund 28 Hektar Markenpavillions, Restaurants, Events, Museum und die Abholung von Neufahrzeugen. Das gesamte Gelände beeindruckt durch viel Liebe zum Detail und Kunstobjekte. Die Markenpavillions sind dabei architektonisch interpretiert:

  • PORSCHE – Gewölbtes Dach aus Edelstahl als Nachahmung einer 911/356 Karrosserie
  • SEAT – Der Pavillion steht wie die iberische Halbinsel halb im Wasser und halb an Land
  • AUDI – Die vier Ringe der Gründer (AUDI, DKW, AUTO-UNION und WANDERER) werden als vier Ringe von oben betrachtet dargestellt (ähnlich dem BMW Vierzylinder in München)
  • Nutzfahrzeuge – Die Fenster erinnern an HEKI Fenster aus dem Wohnmobilbereich
  • usw.

Architekturliebhaber lesen z.B. hier weiter 🙂 …

Off-Road

Wir konnten spontan zwei Fahrten auf dem präpierten Off-Road Parcours buchen und wählten dazu Touareg und Amarok, jeweils mit V6 TDI Automatik. Der Parcours besteht aus

  • Hügel mit 27° Auf und Ab
  • Treppe mit Auf und Ab
  • Seitenneigung mit ~ 25°
  • Wippe
  • Baumstämme überqueren
  • Hängebrücke

Zeithaus

Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungsorten aus diesem Umfeld wie das Mercedes-Benz Museum oder das PORSCHE Museum zeigt das Zeithaus markenoffen Zusammenhänge der Automobilgeschichte:

Ein paar Eindrücke der Fahrzeuge, die sich oftmals mit reichlich Patina präsentieren:

Details

Sonderausstellung VW do Brasil

Wer noch nichts von einem SP2 gehört hat, sollte sich das Gefährt auf Basis des Typ 1500 anschauen. Vier Modelle aus Brasilien werden gezeigt, Spaltmaße sind das Maß aller Dinge *gg*.

Pavillions von Bugatti und Porsche

Als Eindruck wie die Marken präsentiert werden exemplarisch Porsche und Bugatti.

Wer mehr sehen will, muß selber hinfahren 🙂

Peugeot 205 GTI Hinterachse

Nun ist es soweit, mein erster Blog Beitrag.

Wo soll ich Anfangen, am besten was ich für ein Auto fahre.

Es ist ein Peugeot 205 GTI mit 1.9L Motor, diesen besitze ich nun schon seit 4 ½ Jahren & wird stetig von mir aufgearbeitet. Der ein oder andere kennt den kleinen Giftzwerg schon von Fotos, Videos oder aus dem Real-Life.. seltener Anblick wäre im eigenen Rückspiegel.. 😉

https://www.instagram.com/peugeot_205gti/

 

Diesen Winter wollte ich die Hinterachse optisch etwas auf Vordermann bringen.

Technisch wurde diese bei Erwerb neu gelagert. Das war damals schon eine furchtbare Aktion..

Zapfen aus den Achsschenkeln auspressen und neue einpressen. Im Achsrohr die Nadellager rausziehen. Dazu sollte erwähnt werden, das es im Achsrohr keine Markierung oder Phase gibt.

Sondern auf ein gewisses Maß geschoben wird.

 

Also zurück zu diesem Winter, der Achse war eben schon mit ihren Drehstäben und Anbauteile anzusehen, dass sie etwas gesehen hat in den 29 Jahren.

 

Der Plan war, Rost abschleifen und selbst mit Pinsel und Farbe im neuen Glanze erstrahlen lassen.

 

Ich besorgte 3-1 Rostschutzfarbe „Brantho Korrux“ in den Farben, Schwarz, Gelb & Rot.

Schwarz sind die Achsschenkel und die Achsaufnahme, Gelb das Achsrohr und Rot die Drehstäbe.

So sieht eine GTI Hinterachse original aus. (Netzfund)

Des weiteren besorgte ich mir, einen Pressluftschleifer samt Zubehör, Metallschleifpapier 80 &120er, Drahtbürste für Handbetrieb und Drahtscheiben für den Schleifer.

 

 

Auto aufbocken, gesagt getan.. Räder hinten ab.. und mal mit der Petzl Stirnlampe drunterlegen..

 

Ich inspizierte, den ganzen Unterboden vom Kofferraum.. OK, scheint soweit kein Problem darzustellen.

ESD demontiert, platz schaffen.. sonst wird das ganze nichts.

 

 

WER SUCHED, DER FINDET!

 

Hitzeschutzblech ab.. und als ich es in der Hand hielt, wunderte ich mich..

Da war doch eine Große Unterlegscheibe.. wo ist sie?

Sie war noch am Unterboden mit Rest vom Hitzeschutzblech.. aua.. & wozu hab ich überhaupt die Schraube gelöst..

 

Die stelle schaute ich mir genauer an.

..und natürlich fand ich in der Ecke vom Hitzeschutzblech Rost am Blech..

   

 

Abschleifen und Rostumwandler drauf..

 

 

MSD demontiert um an das Fangband vom Tank ranzukommen, denn das muss ab und sieht wie bei jedem 205er etwas oll aus.

Der Schlamassel ging direkt weiter, als die Achs umgreifende Schelle vom Fangband demontiert werden sollte.. eine Schraube riss ab.. war es die eine Obligatorische Abgerissene Schraube???

So langsam sah ich, was mich erwartet.

Eine Achse, die mehr brauch als Schleifpapier und Draht.

Ein Unterboden und Karosserie Punkte für die Achsaufnahme, welche stellenweise meinten, sich mit dem Feind Rost verbünden zu müssen.

 

Schleifen, Schleifen und nochmals Schleifen.. Staub und wieder Staub.

Meine Schutzausrüstung, wie sollte sie auch anders sein, eine Radsport Brille, welche ich früher zum Operieren nutzte.. Nasen/Mundtuch auch aus dem OP. Silikonhandschuhe für die Verwendung des Rostumwandlers.. gewohnte Atmosphäre, für ungewohntes Terrain.. 😀

 

So demontierte ich schritt für Schritt die Achse, warum einfach, wenn es auch schwer geht.

Denn das Bremssystem wollte ich geschlossen halten. Ich hoffe, die Halter und Leitungen sind auf den Bildern zu erkennen.

Beim Bremsscheiben abschrauben schaute mich ganz glücklich und fröhlich, je Seite eine Ausgenudelte Kreuzschlitzschraube an.. DANKE an den Vorbesitzer.. du warst ein guter!

 

Schraube raus schleifen, hatte ja zum Glück solche kleinen Kegelschleifsteine.. nun konnte ich die Bremsleitungen und Zylinder frei um die Achsschenkel bewegen.

 

 

 

Achse auf eine Euro Palette absenken..

Wir erinnern uns an die abgerissene Schraube? Ja es war nur diese eine, aber diese eine musste raus. Die Schelle vom Fangband passt nur zwischen Achsrohr und Drehstab, wenn keine Schraube drin steckt.

Also die Schraube bündig runter geschliffen.

 

 

Stück für Stück Blech schleifen..

Leider konnte ich meinen tollen neuen Pressluftschleifer nicht für große Flächen nutzen.. der Kompressor reicht zwar auf Papier aus, aber nicht in der Realität.

Also musste zum Schleifen des Bleches die GUTE alte Bosch Bohrmaschine ran mit Kabel vom Verstorbenen Opa..

Der Unterboden des 205 hatte viele Stellen, die verwinkelt sind und von der Achse selbst verdeckt sind..  schwer zugänglich und schwer einsehbar

 

Es machte einfach keinen spaß, denn immer was wie nur ein wenig Rost aussah, war stets mehr.

TOI TOI, und 5x auf Holz klopf, nur Oberflächen Rost und keine Durchrostung.

Alles blank, Rostumwandler rauf.. dies werde ich nochmal wiederholen, danach kommt endlich die tolle 3-1 Farbe zum Einsatz.. aber nur noch schwarz.

Kofferraum innen pinseln und den Unterboden, je mehr desto besser. Bei dem leichten Heck, gönnen paar Gramm mehr an Farbe nicht Schaden.

 

Die Achse hab ich zu meinem langjährigen Freud und Oldtimer Restaurateur Marvin Schönefeld gebracht. ((205 im S205 😀 ))

Dieser wird diese nun professionell aufarbeiten. Statt Farbe kommt nun Pulver und Galvanik.

 

 

Einbau & Mehr

Im nächsten Beitrag, wenn die Hinterachse und Anbauteile wieder zurück sind.

 

Frust

Als ich diesen Blog mit dem Untertitel “Automobiles Leben & Leiden” versah, war mir nicht klar, wie prophetisch das zweite Wort werden sollte. Seit 2015 begleitet mich nun ein Desaster nach dem anderen. Angefangen von einem Grand C4 Picasso über eine Motorrevision an einem W140 mit (Motor)Nahtoderfahrung kam nun in diesem Jahr auch der 123er mit M102 Motor dazu.

Die Jungfernfahrt wurde vom Kollegen der_sternenkreuzer sogar festgehalten. Der Motor lief die ersten 800km wunderbar und ohne Nebengeräusche:

Dann kündigten sich schon in der letzten Woche dunkle Wolken und Vorboten an, der Motor klackerte von unten und es war klar: Nochmal von unten öffnen und prüfen.

Und der Schock sitzt tief: Alle neuen Pleuellagerschalen sind zermahlen und die Kurbelwelle ist nun eingelaufen.  Wie kann das sein? Die Analyse zum heutigen Tage lautet schlicht:

  • Die Lagerschalen haben die richtige Teilenummer
  • Sie sind Original Mercedes und wurden von einem Mercedes Partner unter Angabe der VIN bestellt
  • Sie sind vermessen worden und stimmen mit einem Zehntel Genauigkeit mit dem Sollmaß überein (Meßgenauigkeit mit Schublehre, es sind 1,81mm ). Im Tausendstel Bereich kann man nicht genauer messen.
  • Sie sind korrekt eingebaut worden, ich wüsste beim besten Willen nicht, was man da falsch machen kann, wenn man sich das mal technisch angeschaut hat.
  • Pleuellagerschrauben hatten das richtige Drehmoment, ist auch egal, denn das Maß wird ja durch das Gehäuse vorgegeben
  • Siehe Bilder unten: Die Lager sperren

Ergebnis: Der Motor ist damit erstmal “Schrott”. Die nächste Zeit wird einfach nur nervig, evtl. zieht das einen Rechtsstreit nach sich, auf den ich überhaupt keine Lust habe. Heute gibt es ein lachendes Schokoeis 💩!