Ausschreibung Saisonausfahrt 09.08.2020

Die Corona-Zeit hat in diesem Jahr den Saisonauftakt unmöglich gemacht, aber nun ist es soweit. Das zweikommadrei-Netzwerk ruft zur Ausfahrt!

Eckdaten:

  • Leicht zu meisternde Orientierungsfahrt per Roadbook, ACHTUNG: Wir fahren durch landschaftlich reizvolle Nebenstrecken, Fahrzeuge mit weniger als 15cm Bodenfreiheit verlangen besondere fahrerische Herausforderungen!
  • Wir treffen uns am 09.08.2020 um 10:00 am Birnbaum zu Ribbeck am großen Parkplatz mit einer kurzen, knackigen Vorstellungsrunde, der Verteilung der Roadbooks und einer kleinen Erläuterung, wie ein Roadbook zu lesen ist.
  • Ein Beifahrer ist eine naheliegende Bereicherung. Wer keinen Beifahrer hat: Rudelbildung ist ausdrücklich erlaubt bzw. wird vor Ort organisiert 🙂
  • Eine GPS Tripmaster App auf dem Smartphone ist daher sinnvoll, Kilometerzähler im Tacho tut es aber auch
  • Entlang der Strecke gibt es wenige, kleine Aufgaben zu lösen
  • Die Strecke wird NICHT nach Zeit gefahren!
  • Abschluss ist aufgrund der Corona Zeit ein Picknick auf einem Parkplatz in der Nähe von Havelberg, jeder bringt sich was zu Essen selbst mit bzw. Utensilien wie Stuhl. Haubentauchen ist Pflicht! 🙂
  • Es wird kein Nenngeld erhoben
  • Spass steht an vorderster Stelle 🙂

Rechtlicher Hinweis: Es handelt sich um ein rein privates Treffen und keine angemeldete Veranstaltung (Ausfahrt gemäß Abs. 2 zu Par. 29 StVO), jeder Fahrzeugführer ist selbst verantwortlich. Es wird nach StVO gefahren! Es gibt keine Startgebühren oder eine Streckenführung/Organisation. Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko!

Belehrung zum Corona Infektionsschutzgesetz:

Ich wurde für die Ausfahrt am xx.xx.2020 belehrt, dass ich:

– einen Mindestabstand von 1,5m zu wahren habe
– bei Krankheitssymptomen zu Hause bleibe
– die Registrierungspflicht beachte
– die vorgegebene Händehygiene einhalte
– die Nies- und Hustenetikette wahre
– die Kontaktbeschränkungen beachte
– auf Umarmungen und Händeschütteln verzichte
– wo es vorgeschrieben ist, eine Mund-Nasen-Bedeckung trage
– bei Kontakt zu Erkrankten oder Krankheitsanzeichen auf eine Teilnahme verzichte

Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich in den Pandemieplan eingewiesen worden bin und mir die Gefährdungsbeurteilung sowie das Hygienekonzept bezüglich des SARS -CoV2- umfassend dargelegt wurde. Ich bestätige, dass ich wie angegeben unterrichtet wurde. Die Corona-Verhaltensregeln wurden mir ausgehändigt. Ich habe die Corona-Hygiene-Regeln verstanden und werde diese einhalten.

Vorname:
Nachname:
Adresse:

Datum:

Unterschrift:

2. Motorinstandsetzung M102

Nach der ersten, gescheiterten Instandsetzung des M102 mit Pleuellagerschaden wurde der Motor zur  Firma VÄTH gebracht und dort erneut vollständig überholt. Der Motor wurde in kürzester Zeit (ca. 3 Wochen) überholt. Das Ergebnis sah dann schon mal sehr schön und professionell aus:

So wurde der Motor dank des heldenhaften Einsatzes von Andreas Wagner und Robert Rutkowski bereits im Februar zum Einbau wieder zu Mercedes Heinz Hammer nach Berlin gebracht. Dort dauerte es Corona-bedingt bis Ende April, bis alles wieder zusammengesetzt war. Zur Überraschung aller hörte sich dann der Motor so an:

Wenn ich kein Bild gesehen hätte, hätte ich auf einen 240D getippt. Die Ursachenforschung gestaltete sich dann etwas schwieriger. Schließlich wurde das Fahrzeug von Firma VÄTH zur Ursachenforschung abgeholt. Dank aufmerksamer Instagramer fällt so ein Auto natürlich auf, danke an Omar! 🙂

Die Analyse des Klangbildes war dann doch recht ernüchternd. Der Kopf wurde ja zuvor schon geplant, dann wurde der Kopf bei der zweiten Revision erneut geplant und der Block wurde auch geplant, so dass nun die Ventile auf die Kolben leicht aufschlugen. Eine dickere Zylinderkopfdichtung sorgte dann für die Lösung!

Und dann wurde die Abholung zu Ende Juni vereinbart, so dass der neue Motor seine Feuerprobe auf der Strecke Aschaffenburg -> Berlin bestehen mußte. Vor Ort wurden letzte Kleinigkeiten geprüft, anschließend erklärte sich Robert wiederum bereit, mit dem “Safety-Begleitfahrzeug für alle Fälle” die Reise anzutreten.

Zwischenstand: Nach nunmehr rund 800km bislang keine Probleme. Hoffentlich bleibt das nun so. Aber da warten wir mal ab! Mein persönlicher Dank gilt Mercedes Benz Heinz Hammer für die kulante und serviceorientierte Abwicklung und Firma VÄTH für die schnelle und professionelle Bearbeitung.

Oberklasse der 90er Jahre am TXL

Es begab sich zu einer Zeit, in der in Deutschland ein Lockdown verhängt wurde und daraufhin der Flugverkehr zum Erliegen kam. Unter anderem am Berliner Flughafen TXL. Dieser wird am 15.06.2020 vorrübergehend geschlossen, man munkelt, der TXL wird durch die Eröffnung des BER  im Oktober nie wieder öffnen.

Folglich eine Gelegenheit, die Kulisse des Flughafens für die Inszensierung der Fahrzeugoberklasse der 90er Jahre  und für eine ausgiebige Erörterung zu nutzen.

Das Teilnehmerfeld in Leasing silber:

BMW 740i Audi S8 Mercedes S500
Höchstgeschwindigkeit 270* 280* 250
Hubraum 4,4l 4,2l 5.0l
Leistung 286 PS 360 PS 320 PS
Gewicht 1,9t 1,8t 2,2t
0-100 km/h 6,6s 5,5s 7,1s

Das Design von Audi und BMW spiegelt durch die abgeflachte Haube deutlich den sportlichen Anspruch, der Mercedes kommt wie eine Burg daher. Das Wohnzimmer im inneren ist mit Velour ausgekleidet. Die serienmäßige Ballonbereifung verstärkt den Wunsch nach Gleiten statt Heizen. Ganz anders BMW und Audi: Der Audi sehr direkt mit dem Gefühl, man müsse sofort um Pilone zirkeln. Der BMW ebenfalls direkt und dem Anspruch, die linke Spur zu dominieren.

Frustrationstoleranz

Nachdem sich also der revidierte Motor bereits nach 800km mit Pleuellagerschaden verabschiedet hat, ging es seit Oktober darum, gemeinsam mit Werkstatt und Mercedes-Benz (als Ersatzteillieferant) eine Lösung zu finden.

Zunächst wurde ein Tauschaggregat favorisiert, jedoch wieder verworfen, da sich kein geeigneter Spendermotor fand. Letzlich wurde das Angebot der Firma Väth aus Hösbach in Aschaffenburg gewählt, die den Motor erneut zerlegen, vermessen und instandsetzen wird. Hier sind insbesondere die Kurbelwelle, die Hauptlager und die Pleuellager betroffen.

Aufgrund der Befürchtung, dass beim Transport etwas kaputt gehen könnte, wurde der Rumpfmotor des M102 mit Hilfe von Robert in seinen S205 verfrachtet und persönlich angeliefert.

Die Anlieferung an einem Samstag war seitens Firma Väth inklusive der Hofhunde ausserordentlich zuvorkommend: Wir kamen in den Genuß einer persönlichen Führung durch Herrn Väth Senior. Es war für uns beide absolut beeindruckend, was hier für ein technisches Wissen und Können vorhanden ist.

Nach Übernachtung in Lohr am Main und gut ausgebauten Strassen durch den landschaftlich reizvollen Spessart ging es wieder zurück nach Berlin, diesmal durch den mit 7,8km längsten Autobahntunnel Deutschlands, den Rennsteigtunnel.

Ein Wort noch zum W205 Mopf als 220d: Die 1200km waren sehr entspannt zu fahren. Eine straffe, aber nicht unkomfortable Abstimmung, das auch in Grenzbereichen stabile Fahrverhalten und der durchzugsstarke Motor sorgten für die Bestätigung, warum dieses Fahrzeug bei den Firmenwagen nach dem VW Passat den 2. Platz belegt (Quelle Firmenauto).

Im März geht es hier weiter mit der Abholung und Einbau des Motors 🙂

Autostadt

zweikommadrei.de ist ja markenoffen. So besuchten wir am 16.11 die Freunde von Volkswagen: Die Autostadt in Wolfsburg. Für die Anfahrt entschieden wir uns für die Deutsche Bahn, die in nur 50 Minuten zwischen Berlin-Spandau und Wolfsburg verkehrt. Diesmal das Fazit vorab: Die Autostadt lohnt sich auf jeden Fall!

Architektur

Die zur EXPO 2000 in Hannover eröffnete Autostadt vereinigt auf rund 28 Hektar Markenpavillions, Restaurants, Events, Museum und die Abholung von Neufahrzeugen. Das gesamte Gelände beeindruckt durch viel Liebe zum Detail und Kunstobjekte. Die Markenpavillions sind dabei architektonisch interpretiert:

  • PORSCHE – Gewölbtes Dach aus Edelstahl als Nachahmung einer 911/356 Karrosserie
  • SEAT – Der Pavillion steht wie die iberische Halbinsel halb im Wasser und halb an Land
  • AUDI – Die vier Ringe der Gründer (AUDI, DKW, AUTO-UNION und WANDERER) werden als vier Ringe von oben betrachtet dargestellt (ähnlich dem BMW Vierzylinder in München)
  • Nutzfahrzeuge – Die Fenster erinnern an HEKI Fenster aus dem Wohnmobilbereich
  • usw.

Architekturliebhaber lesen z.B. hier weiter 🙂 …

Off-Road

Wir konnten spontan zwei Fahrten auf dem präpierten Off-Road Parcours buchen und wählten dazu Touareg und Amarok, jeweils mit V6 TDI Automatik. Der Parcours besteht aus

  • Hügel mit 27° Auf und Ab
  • Treppe mit Auf und Ab
  • Seitenneigung mit ~ 25°
  • Wippe
  • Baumstämme überqueren
  • Hängebrücke

Zeithaus

Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungsorten aus diesem Umfeld wie das Mercedes-Benz Museum oder das PORSCHE Museum zeigt das Zeithaus markenoffen Zusammenhänge der Automobilgeschichte:

Ein paar Eindrücke der Fahrzeuge, die sich oftmals mit reichlich Patina präsentieren:

Details

Sonderausstellung VW do Brasil

Wer noch nichts von einem SP2 gehört hat, sollte sich das Gefährt auf Basis des Typ 1500 anschauen. Vier Modelle aus Brasilien werden gezeigt, Spaltmaße sind das Maß aller Dinge *gg*.

Pavillions von Bugatti und Porsche

Als Eindruck wie die Marken präsentiert werden exemplarisch Porsche und Bugatti.

Wer mehr sehen will, muß selber hinfahren 🙂

Frust

Als ich diesen Blog mit dem Untertitel “Automobiles Leben & Leiden” versah, war mir nicht klar, wie prophetisch das zweite Wort werden sollte. Seit 2015 begleitet mich nun ein Desaster nach dem anderen. Angefangen von einem Grand C4 Picasso über eine Motorrevision an einem W140 mit (Motor)Nahtoderfahrung kam nun in diesem Jahr auch der 123er mit M102 Motor dazu.

Die Jungfernfahrt wurde vom Kollegen der_sternenkreuzer sogar festgehalten. Der Motor lief die ersten 800km wunderbar und ohne Nebengeräusche:

Dann kündigten sich schon in der letzten Woche dunkle Wolken und Vorboten an, der Motor klackerte von unten und es war klar: Nochmal von unten öffnen und prüfen.

Und der Schock sitzt tief: Alle neuen Pleuellagerschalen sind zermahlen und die Kurbelwelle ist nun eingelaufen.  Wie kann das sein? Die Analyse zum heutigen Tage lautet schlicht:

  • Die Lagerschalen haben die richtige Teilenummer
  • Sie sind Original Mercedes und wurden von einem Mercedes Partner unter Angabe der VIN bestellt
  • Sie sind vermessen worden und stimmen mit einem Zehntel Genauigkeit mit dem Sollmaß überein (Meßgenauigkeit mit Schublehre, es sind 1,81mm ). Im Tausendstel Bereich kann man nicht genauer messen.
  • Sie sind korrekt eingebaut worden, ich wüsste beim besten Willen nicht, was man da falsch machen kann, wenn man sich das mal technisch angeschaut hat.
  • Pleuellagerschrauben hatten das richtige Drehmoment, ist auch egal, denn das Maß wird ja durch das Gehäuse vorgegeben
  • Siehe Bilder unten: Die Lager sperren

Ergebnis: Der Motor ist damit erstmal “Schrott”. Die nächste Zeit wird einfach nur nervig, evtl. zieht das einen Rechtsstreit nach sich, auf den ich überhaupt keine Lust habe. Heute gibt es ein lachendes Schokoeis 💩!

 

 

Saisonabschluss 20.10.2019

Der Saisonabschluß 2019 ist die 5. Veranstaltung einer Ausfahrt von zweikommadrei.de. Nachdem wir dieses Jahr an der Chromtour teilnehmen durften, griffen wir die Idee einer Orientierungsfahrt auf, um unsere Ausfahrt ambitionierter zu gestalten.  Der Wettergott war uns nach dem kalten Start im Frühjahr wohlgesonnen. Und die erste Tour mit Roadbook statt Konvoifahrt hat das Teilnehmerfeld trotz zweier kleiner Fehler im Roadbook mit Bravour gemeistert.

Abfahrt in Summt
Der Weg ist das Ziel! Man gönnt sich ja sonst nichts, Käffchen auf Schloß Liebenberg
Am Bismarkturm angelangt, durfte man die ersten beiden Wertungsprüfungen angehen
Unterwegs Zeit für Schnappschüsse bei bestem Herbstwetter
Umspannwerk Gransee der 2. Zwischenstop mit Wertungsprüfung, 5 Flüssigkeiten sollten erraten werden.
Das Ziel Restaurant Mühle Tornow pünktlich zur Mittagszeit, es folgte die Siegerehrung.

Siegerehrung – 3 Piccolöchen für die Plätze 1-3

Bild- & Videomaterial wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

  • Alexander Woska
  • Sebstian Mews (Erdbeerkörbchen1990)
  • Manfred Stender
  • Tobias Zorn (FabrikTester)
  • Der_Sternenkreuzer

Saisonabschluss 20.10.2019 – Ausschreibung

Es ist wieder soweit: Das zweikommadrei-Netzwerk  macht den Saisonkehraus und hofft im Vergleich zum Saisonstart 2019 auf gutes Wetter! Die Chromtour 2019 hat uns inspiriert und wir wollen mit dieser Veranstaltung eine leicht zu meisternde Orientierungsfahrt mit einem Roadbook durchführen.

Eckdaten:

  • Wir starten in Mühlenbeck, Ortsteil Summt, Liebenwalder Straße 70, am Erdbeer- und Spargelstand um 10:00 Uhr mit einer kurzen, knackigen Vorstellungsrunde, der Verteilung der Roadbooks und einer kleinen Erläuterung, wie ein Roadbook zu lesen ist.
  • Ein Beifahrer ist eine naheliegende Bereicherung. Wer keinen Beifahrer hat: Rudelbildung ist ausdrücklich erlaubt bzw. wird vor Ort organisiert 🙂
  • Eine GPS Tripmaster App auf dem Smartphone ist daher sinnvoll, Kilometerzähler im Tacho tut es aber auch
  • Entlang der Strecke gibt es wenige, kleine Aufgaben zu lösen
  • Die Strecke wird NICHT nach Zeit gefahren!
  • Einkehr ist ab 13:00 Uhr in einem schönen Restaurant (muss per Roadbook gefunden werden, *haha*), Kosten trägt jeder selbst, im Restaurant erfolgt die Siegerehrung
  • Es wird kein Nenngeld erhoben
  • Spass steht an vorderster Stelle 🙂

Rechtlicher Hinweis: Es handelt sich um ein rein privates Treffen und keine angemeldete Veranstaltung (Ausfahrt gemäß Abs. 2 zu Par. 29 StVO), jeder Fahrzeugführer ist selbst verantwortlich. Es wird nach StVO gefahren! Es gibt keine Startgebühren oder eine Streckenführung/Organisation. Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko!

Chromtour 2019

Es war irgendwann letztes Jahr, als ein gewisser Robert, seines Zeichens Peugeot 205 GTI Fahrer, uns darauf aufmerksam machte, dass die Chromtour etwas ganz Großartiges sei. Ich hatte ja so meine Bedenken: Der Herrenfahrer und ich hatten immer die Maxime ausgegeben, dass wir in unser Freizeit stressfreien Spaß haben wollen. Organisierte Ausfahrten mit Nenngeld versprühten bislang daher eher den Charme von Ehrgeiz, Standesdünkel und Verbissenheit, daher schwang eine gehörige Portion Skepsis mit. Aber um es vorweg zu nehmen: Die Chromtour 2019 war extrem geil! 🙂

Nette Leute, entspannte Atmosphäre, eine Orientierungsfahrt ohne Zeitvorgaben und Stress, lustige Aufgaben, kühle Drinks am Abend, schöne Autos und dazu auch noch perfektes Wetter: Genial, genau unser Ding!

Nach eingehender Diskussion fiel die Fahzeugwahl schließlich auf Hubert, der uns mit ohne Klimaanlage, jedoch durch Wendigkeit für die Landstraße am Geeignetsten erschien. Wir starteten im Konvoi  mit dem PflanzenKölle-Mobil der Familie Kaiser und dem zuvor genannten geistigen Brandstifter dieses Wochenendes von Erkner über Land nach Grossräschen.

Fahrzeuge

Angekommen in Großräschen erwartete uns ein illustres Teilnehmerfeld, darunter auch Mietfahrzeuge, man muß also nicht immer alles besitzen.

Die Hightlights:

  • BMW 850 mit dem V12 Motor von Sabine und Frank in Top-Zustand
  • Mini, Sondermodell Chelsea von 1985 mit liebevoller Dekoration
  • Pagode 230SL
  • Ein A124 420, der absolute Wahnsinn: Ein Zwitter aus einem W124 E420 V8 mit M119 und einem A124 Cabrio: Hinter diesem vollkommen unscheinbaren Auto stecken 2000h Arbeit, um das Fahrzeug auf CANBUS umzubauen, die Stirnwand zu ändern und die Batterie in den Kofferraum umzubauen sowie Steuergeräte in die Reserveradmulde. Heraus kommt ein echter Sleeper mit 280PS
  • Ein “Feuerwehr-Käfer” mit funktionierender Signaleinrichtung in beeindruckendem Top-Zustand

Das Roadbook

Wie funktioniert so eine Orientierungfahrt? Man erhält ein Roadbook, in dem die Entfernungen zum nächsten Abzweig markiert sind.  Man muss nun stets die Teilstrecke abmessen, im unteren Beispiel 1,5 km. Man kann das mit dem Tageskilometerzähler machen oder man macht das mit einer App per GPS. Wir haben den Zähler im Kombiinstrument für die Gesamtstrecke genommen und die App für die nächste Teilstrecke. Wir haben uns einmal um einen Kilometer verfranzt, sonst war alles perfekt.

Die Tour

Die Chromtour 2019 führte rund 200km durch die Lausitz: Über einspurige Straßen, über Industrieareale (BASF, Schwarze Pumpe), durch riesige Waldflächen, an Seen vorbei und durch unzählige kleine Dörfer. Straßen, die man so niemals passieren würde. Highlights waren die Besuche der Mobilen Welt des Ostens in Calau und des Flugplatzmuseums Cottbus.

Die Wertung

Auf der Strecke gab es Wertungsprüfungen u.a.

  • Raten von Kfz-Flüssigkeiten nach Geruch
  • Beifahrer muss Breite des Fahrzeugs abschätzen
  • Slalomfahren nach selbst vorgegebener Zeit

Das Fazit

Wir belegten als Newbies den 8. Platz von 49 *yeah* . Die Veranstaltung schreit nach Wiederholung 🙂

Video von Robert Rutkowski

Bild & Videomaterial wie gekennzeichnet von:

Motorrevision M102 – Teil2

In Teil 1 wurde ja bereits festgestellt, dass der M102 einer gründlichen Revision bedarf. In der Zwischenzeit hat sich dann doch ein bisschen was getan.

Zunächst hat die Suche nach neuen Kolben einige Zeit in Anspruch genommen. Kolben für den M102 Motor sind bei Daimler nicht mehr lieferbar. Da staunt man doch, da es sich beim M102 um einen weit verbreiteten Motor der Baureihen, 123, 124 , 201 und 46x handelt. In den Weiten des Internets fanden sich im Mai 2019 ganze zwei Kolben mit 2. Übermaß von NÜRAL. Der VDH hatte einen Originalkolben von MAHLE mit 2. Übermaß. Durch einen Hinweis kam ein Kontakt zur sehr kompetenten Firma Wahl Spezialkolben zu stande, die sowohl in das Lager von MAHLE schauen können, als auch alte Teilenummernlisten haben, um die richtigen Kolben zu ermitteln. Firma Wahl konnte entweder einen Kolben mit 1. Übermaß oder vier Kolben mit 2. Übermaß liefern.

Die Frage war folglich: Was machen wir jetzt? Zur Erinnerung: Zylinder 1-3 nach wie vor innerhalb der Werkstoleranz, nur Zylinder 4 mit 2 Zehnteln ausgelutscht. ( 1 Übermaß = 5 Zehntel). Entweder alle 4 Zylinder auf das 2. Übermaß bohren, oder nur den 4. Zylinder auf das erste Übermaß bohren? Da scheiden sich nun die Gelehrten: Die reine Lehre sagt: Alle 4 Zylinder bohren und auf gleiches Maß bringen, jedoch um den Preis, das jedes weiteres Bohren damit nicht mehr möglich ist.

Nach gründlicher Überlegung und intensiver Diskussion habe ich mich entschieden, dass nur der 4. Zylinder auf das 1. Übermaß gebohrt wird. Alle 4 Zylinder wurden gehohnt. Der Motoreninstandsetzer ist sich übrigens sicher: Die Ursache für den Defekt des 4. Zylinders ist eine defekte Einspritzdüse und die Folge eine Auswaschung. Die 2 Kolben im 2. Übermaß von NÜRAL habe ich mir mal selbst “an Lager” gelegt, man weiß ja nie 🙂

Die Teilebeschaffung der ganzen Ersatzteile war wie gewohnt mit Höhen und Tiefen verbunden: Steuerkette und Gleitschienen von INA komplett für 70€, neuer Kühler für 90€, Zylinderkopfschrauben für 2€/Stück, so macht das Spaß 🙂

Probleme gab es vor allem bei der Kurbelwellenlagerung. Von der Fa. Hammer in Berlin konnte ein Reparaturleitfaden zur Verfügung gestellt werden, der nur auf Mikrofichen vorhanden ist. Dort werden für die Kurbelwellenlagerschalen Farbmarkierungen angegeben. Auf den werksseitig verbauten Lagerschalen sind keine solchen vorhanden, diese sind nun auszumessen und je nach Maß zu verwenden. Nicht ganz einfach, hier im Tausendstelmillimieterbereich zu messen. Alle Toleranzgrößen sind jedoch noch lieferbar.

Die Beschaffung der Schrauben für die Kurbelwellenlagerböcke war die nächste Hürde. Es handelt sich dabei um Sechskantschrauben der Dimension M12x70 mit Schaft. Diese sind in späteren Baumustern durch Dehnschrauben mit Innenvielzahn und der Dimension M11x62 ersetzt worden. Nun bestellt man diese Schrauben mit der Teilenummer N000931012186 (aktuell ca. 14,80€ / Stück brutto) und erhält die Aussage von MB, dies seien Dehnschrauben. Grosse Verwirrung! Nach Überlegung und gesundem Menschenverstand wurde entschieden: Das sind keine Dehnschrauben und diese werden ohne Streckgrenze angezogen. Man hätte demnach auch die alten einfach wiederverwenden können.

Die Kurbelwellenlagerböcke haben aber noch an Zylinder 2 zwei Spezialschrauben mit der Teilenummer A1020110171, die wesentlich aufwändiger sind und ulkigerweise 5,28€ / Stück brutto kosten. Diese wurden aber anscheinend geändert und folglich auch das Halteblech, die Schrauben passen jedenfalls nicht. Da es sich aber auch hier nicht um Dehnschrauben handelt, wurden die alten wiederverwendet.

Aufarbeitung

Nicht mehr lieferbare Teile und der Rumpfmotor wurden aufgearbeitet:

Schrauben

Alle Schrauben wurden neu galvanisiert, das hat leider 4 Wochen gedauert (Schröder Galvanik Berlin). Ergebnis ist überragend, wenn auch nicht ganz billig.

Schwungrad

Zündverteiler

Dichtungen

Nicht mehr lieferbare Dichtungen wurden mit Dichtungspapier und Schere erstellt:

Rumpfmotor

So präsentiert sich Ende Juli der Motor auf dem Wege der Besserung 🙂