Frust

Als ich diesen Blog mit dem Untertitel “Automobiles Leben & Leiden” versah, war mir nicht klar, wie prophetisch das zweite Wort werden sollte. Seit 2015 begleitet mich nun ein Desaster nach dem anderen. Angefangen von einem Grand C4 Picasso über eine Motorrevision an einem W140 mit (Motor)Nahtoderfahrung kam nun in diesem Jahr auch der 123er mit M102 Motor dazu.

Die Jungfernfahrt wurde vom Kollegen der_sternenkreuzer sogar festgehalten. Der Motor lief die ersten 800km wunderbar und ohne Nebengeräusche:

Dann kündigten sich schon in der letzten Woche dunkle Wolken und Vorboten an, der Motor klackerte von unten und es war klar: Nochmal von unten öffnen und prüfen.

Und der Schock sitzt tief: Alle neuen Pleuellagerschalen sind zermahlen und die Kurbelwelle ist nun eingelaufen.  Wie kann das sein? Die Analyse zum heutigen Tage lautet schlicht:

  • Die Lagerschalen haben die richtige Teilenummer
  • Sie sind Original Mercedes und wurden von einem Mercedes Partner unter Angabe der VIN bestellt
  • Sie sind vermessen worden und stimmen mit einem Zehntel Genauigkeit mit dem Sollmaß überein (Meßgenauigkeit mit Schublehre, es sind 1,81mm ). Im Tausendstel Bereich kann man nicht genauer messen.
  • Sie sind korrekt eingebaut worden, ich wüsste beim besten Willen nicht, was man da falsch machen kann, wenn man sich das mal technisch angeschaut hat.
  • Pleuellagerschrauben hatten das richtige Drehmoment, ist auch egal, denn das Maß wird ja durch das Gehäuse vorgegeben
  • Siehe Bilder unten: Die Lager sperren

Ergebnis: Der Motor ist damit erstmal “Schrott”. Die nächste Zeit wird einfach nur nervig, evtl. zieht das einen Rechtsstreit nach sich, auf den ich überhaupt keine Lust habe. Heute gibt es ein lachendes Schokoeis 💩!

 

 

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