BMW R1250 GS neuer Boxermotor mit Shift Cam Technologie

Heute am sonnigen Novembertag bekam ich die Gelegenheit, eine BMW R 1250 GS zur Probe zu fahren. Ausgestattet mit ESA Fahrwerk bietet sie 4 Fahrmodi an. Zum Anfang in der Rush Hour in Berlin Menü “Road”, Fahrwerk ist Komfortabel. Bei 9°C Aussentemperatur freut man sich über eine Griffheizung, diese ist Regelrecht giftig aber wirksam. Als die Stadt endlich hinter mir lag, konnte ich endlich am Hahn drehen. Aber Vorsicht, die Maschine ist erst 600km gelaufen und ich wurde gebeten nicht über 5000U/min zu drehen. In den Kurven hatte ich zuwenig Rückmeldung für meinen Geschmack, also fix den Fahrmodi in “Dynamik” gewechselt. Jetzt war ich in meinem Element, Fahrwerk sehr direkt, Motor noch wacher, auf ging es zum Kurvenräubern.

Auf der Landstraße beim zügigen Überholen der rollenden Pylonen(Autos) spielt sie ihr Drehmomentplus voll aus. Was mich nicht vollends überzeugt hat war der Schaltautomat. Für mein Gefühl ist zuviel Fußkraft vonnöten und in manchen Geschwindigkeitsbereichen ruckelt es arg.

Absolutes Highlight ist der neue Motor, im unteren Drehzahlbereich sehr laufruhig und bei höheren Drehzahlen scheint das Drehmoment nie aufzuhören. Beim ruckartigen Gas geben merkt man wie die Traktionskontrolle einsetzt, alles sehr gut beherrschbar. Zur Shift Cam möchte ich nicht zuviel schreiben, nur soviel das 2 Nocken auf einer Achse sitzen die axial verstellbar ist. Das ermöglicht andere Steuerzeiten, die Ventile werden asynchron geöffnet damit die Zylinderfüllung einen zusätzlichen Drall bekommt was eine bessere Verbrennung ermöglicht.

Das Herz der BMW ist sehr potent die Leistung auch nicht zu abgehoben, wie es sich für einen Allrounder gehört. Die GS hat weitere technische Finessen mitbekommen, wie zum Beispiel das TFT-Farbdisplay. Sehr gut ablesbar auch bei tiefstehender Herbstsonne. Mit kleinen technischen Schmankerl wartet die GS auch auf, zum Beispiel die Ventile sind in den Speichen der Felgen. Genug des Lobes, ich prognostiziere die neue GS wird noch erfolgreicher als ihre Vorgänger, sie kann alles etwas besser. Beim diesjährigen Gardasee Urlaub, war meine Wahnehmung Norditalien ist GS – Land.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Boxer Detailing

Dieser Blogbeitrag geht auf die Pflege eines Luft/Ölgekühlten Boxermotor einer BMW R1150R ein.

Die Amerikaner prägen den Begriff “detailing”, was weitaus mehr ist als waschen und putzen. Übersetzt heißt es, ausführlich behandeln, was ich mir zum Grundsatz zur Pflege meines Fahrzeugpark gemacht habe.

Die Ausgangslage, ich habe mit Kollegen einen Wochenendausflug ins Erzgebirge gemacht. Dahinter steht eine langfrstige Planung, so das man auf das Wetter keinen Einfluß hat.

  • Der Motor hat eine Betriebstemperatur von ca. 80°-90°C, das heißt Insekten brennen sich in den Kühlrippen gleich richtig ein. Das Wasser Sand Gemisch setzt sich in den Lamellen und Rippen schön fest ab. Der Motorblock und Antrieb besteht aus einem Materialmix aus Alumiumguss und Magnesium in Silbergrau lackiert. Die Reinigung soll so schonend wie möglich verlaufen. Nach 15 Jahren habe ich für mich eine optimale Reinigung entwickelt. In folgenden Schritten:
  • – abspülen mit klaren Wasser
  • – mit All Purpose Cleaner einweichen
  • – abspülen
  • – mit der Tornador Gun und ALL Purpose / Shampoo absprühen
  • – die Kühlrippen mit der EZ Wheel Brush bearbeiten
  • – abspülen
  • – ein Microfasertuch getränkt mit Quick Detailer, trockenwischen

20160613_192726

im Bild die Tornador Gun und EZ Wheel Brush klein und groß

der Chrom und Edelstahl wird mit Nevr Dull (getränkte Polierwatte) bearbeitet

natürlich auch von unten

Falls jemand in meiner Kurvenfahrt den Zustand des KAT oder den Ölfilter sehen will.

Zum Schluß um den Begriff Detailing auszufüllen, eine ausführliche Behandlung der Auspuffrosette.

Ich mag die braune Anlauffarbe nicht, deshalb gehe ich von Zeit zu Zeit mit Rot Weiß  Chrompolitur daran. 

Zum Rest der Maschine gibt es nicht viel zu sagen, der Lack ist Perfekt poliert und gewachst, die anderen Oberflächen versiegelt so das waschen und trocknen reicht.

20160613_192222